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Guter Schlaf macht schlank und schlau 26.11.2017 14:45

Warum ist Schlaf eigentlich lebenswichtig?

Schlaf gehört zu den wenigen Dingen, auf die wirklich niemand langfristig verzichten kann. Aber warum ist das eigentlich so? Trotz intensiver Forschung gibt es darauf bis heute keine sichere Antwort, aber eine Reihe interessanter Thesen. Dass Schlafentzug tatsächlich tödlich ist, wurde in den 1980ziger Jahren mittels eines heutzutage reichlich grausam anmutenden Tierversuchs nachgewiesen. Damals haben Wissenschaftler Ratten auf einem Drehteller in einem Wasserbecken ausgesetzt. Sobald die Tiere anfingen zu schlafen, begann der Teller zu rotieren und die Ratten mussten sich bewegen, um nicht ins Wasser zu fallen. Trotz ausreichend Nahrung hat das keines der Tiere länger als vierzehn Tage ausgehalten. Zwischenzeitlich ist die Schlafforschung weit fortgeschritten. Dass wir Schlaf brauchen, um zu überleben, gilt als Datum, nur die Frage warum dem so ist, konnte noch nicht abschließend geklärt werden.

Was tut Schlaf für unsere Psyche?

Eine der Thesen lautet, dass der Körper im Schlaf eine Art Hausputz durchführt und insbesondere freie Radikale, die bei der Verstoffwechslung unserer Nahrung entstehen und das Erbgutangreifen, eliminiert. Das ist auch sicherlich richtig. Nach Überzeugung einer Forschergruppe der Universität Lübeck, die sich um den Psychologen Jan Born gebildet hat, reicht diese Erklärung aber nicht aus. Seiner Auffassung nach wäre es schlicht nicht notwendig, das Bewusstsein auszuschalten, um den Körper wieder auf Vordermann zu bringen. Er vermutet deshalb, dass neben körperlichen vor allem auch psychische Faktoren der Grund dafür sind, dass wir nicht ohne Schlaf auskommen. Dr. Born vertritt die Überzeugung, dass nur im Schlafmodus wichtige Sortierarbeiten im Gehirn erledigt werden können. Im Tiefschlaf, so Dr. Born, werden Erinnerungen vom Hippocampus, wo sie im Wachzustand zwischengespeichert werden, ins Großhirn transferiert. Da dies bei vollem Bewusstsein die Reizverarbeitung stören und wir halluzinieren würden, fallen wir in den Schlafmodus.

Um seine These zu untermauern, hat Born einer Gruppe menschlicher Probanden, die Laborratten werden es ihm danken, systematisch den Tiefschlaf geraubt. Die Versuchsteilnehmer konnten sich in den folgenden Tagen an neu Erlerntes tatsächlich deutlich schlechter erinnern, als Probanden, die ungestört schlafen durften. Dr. Born folgert daraus, dass ein Wissenszuwachs ohne gesunden Schlaf nicht möglich ist, da dieser erst die Voraussetzungen dafür schafft, dass unser Gehirn Informationen langfristig speichern kann.

Diese Erkenntnisse sollten sich alle geplagten Examenskandidaten zunutze machen. Statt in ein zweites oder drittes Repetitorium zu investieren und vierzehn Stunden am Tag zu büffeln, könnte es weit effektiver sein, sich eine ergonomische 7-Zonen Matratze oder ein hochwertiges Boxspringbett mit Topper anzuschaffen und nach acht Stunden lernen acht bis neun Stunden gut zu schlafen.

Die Thesen von Born stoßen in der Fachwelt aber nicht nur auf Zustimmung. Professor Dr. Giulio Tononi, Facharzt für Psychiatrie und Neurowissenschaftler an der Universität Madison-Wisconsin, wo er das "Center for Sleep and Consciousness" leitet, widerspricht energisch. Seiner Meinung dient der Schlaf nicht zum Speichern, sondern für das exakte Gegenteil. Im Schlaf, so Professor Tononi, werden unnötige Informationen, die wir tagsüber akkumulieren, wieder gelöscht, da das Gehirn trotz seiner enormen Kapazitäten andernfalls sehr schnell überlastet wäre.

Eine dritte These wird von Dr. Jerome Siegel, dem Leiter des Instituts für Psychiatrie und neurobiologische Forschung der Universität von Kalifornien ins Spiel gebracht. Dr. Siegel vermutet, dass wir vor allem deshalb ein Drittel unseres Lebens verschlafen, weil wir dann keinen Unsinn anstellen. Das meint der Forscher durchaus ernst. Wer an einem sicheren Ort schläft, kann weder verunfallen, noch sich aktiv in Gefahr bringen. Dr. Siegel vermutet in unserem Schlafbedürfnis eine evolutorische Taktik, die das allgemeine Lebensrisiko durch lange Phasen der Untätigkeit senken und unsere Lebenserwartung dadurch erhöhen soll.

Es ist durchaus möglich und sogar sehr wahrscheinlich, dass alle drei Wissenschaftler mit ihren Thesen richtig liegen. Ein so komplexes Phänomen wie unser (Nacht-) Schlaf dürfte kaum monokausal zu erklären sein. Ein Grund mehr, die Forschungsansätze, die vermuten, dass Schlaf auch physische Gründen hat, genauer unter die Lupe zu nehmen.

Kann Schlafmangel übergewichtig und zuckerkrank machen?

Ein besonders interessanter Beitrag stammt von Dr. Josiane Broussard von der University of Colorado. Die Wissenschaftlerin und ihr Team haben in einem empirischen Versuch herausgefunden, dass schlechter Schlaf für eine ganze besonders gefährliche Zivilisationskrankheit zumindest mitverantwortlich sein könnte. Die Forscher haben eine Gruppe Versuchspersonen über einen Zeitraum von vier Tagen nur 4,5 Stunden schlafen lassen. Einer Vergleichsgruppe wurden 8,5 Stunden Schlaf gegönnt. Die Mitglieder beider Gruppen waren in ähnlichem Alter, hatten eine vergleichbare Konstitution und beide Gruppen haben während das Experiments die gleiche Nahrung konsumiert und die gleichen Tätigkeiten verrichtet. Trotzdem zeigte sich bereits nach der sehr kurzen Phase ein signifikanter Unterschied zwischen den beiden Untersuchungsgruppen. Gewebeproben ergaben, dass sich das Fettgewebe der Gruppe mit nur 4,5 Stunden Schlaf pro Tag veränderte und hinsichtlich seiner Struktur Merkmale zeigte, wie sie für stark übergewichtige und an Diabetes mellitus Typ 2 leidende Personen typisch sind.

Darüber hinaus wurde ein Anstieg der Insulinresistenz festgestellt. Auch das ist ein verbreitetes Symptom bei Diabetes-II-Patienten. Die Forscher schlossen daraus, dass sich Schlafmangel negativ auf die Stoffwechselvorgänge im Körper auswirkt und so das Risiko für Stoffwechselkrankheiten und Übergewicht steigt.

Die Alltagsformel "fett und faul" muss also nochmals überdacht werden. Wenn Menschen trotz reduzierter Energiezufuhr partout nicht abnehmen wollen, muss der Grund nicht zwangsläufig darin liegen, dass sie faul sind und sich zu wenig bewegen. Es ist durchaus möglich, dass das Gegenteil zutrifft und diese Personen zu aktiv sind und zu wenig schlafen. Acht bis neun Stunden pro Tagen scheinen dabei für die Figur am besten zu sein. Schon frühere Untersuchungen der Universität von Chicago haben die Vermutung nahe gelegt, dass es einen Zusammenhang zwischen der täglichen Dosis Schlaf und der Art und Weise des Gewichtsverlustes gibt. Die Chicagoer Forscher haben herausgefunden, dass Menschen, die eine Reduktionsdiät durchführen und wenigstens 8,5 Stunden am Tag schlafen, zwar nicht unmittelbar mehr Kalorien verbrennen, sie bauen aber vermehrt Fettgewebe ab. Bei Vergleichsgruppen, die nur 5,5 Stunden schlafen durften, wurde dagegen vorwiegend das Muskelgewebe reduziert. Der Unterschied war dabei signifikant.

Bei den Langschläfern bestand etwa 50 Prozent des verlorenen Gewichts aus Fettmasse, bei den Frühaufstehern waren es dagegen nur 25 Prozent. Da der Grundumsatz von Muskelmasse deutlich höher ist, als der von Fettgewebe, droht hier ein Teufelskreis und der gefürchtete Jojo-Effekt. Wer abnehmen will tut also gut daran, sich nicht nur gut sitzende Joggingschuhe, sondern auch eine bequeme Liegestatt anzuschaffen.


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